Ich mit anderen zu Gott

Ich mit anderen zu Gott

Brauche ich überhaupt andere – kann ich meinen Weg nicht alleine gehen?

In der nebenstehenden Bibelstelle erfahren Hirten von der Geburt des Heilands. Ein Hirte hätte vielleicht gedacht: “Alles dummes Zeug”, Phantastereien oder auch nur: “O Gott, was für ein Traum”. Aber dadurch, dass es mehrere waren, konnten sie ihre Erfahrungen abgleichen und dann losziehen.
Auch nachdem sie Jesus gesehen hatten, mussten sie darüber reden. Der Weg ist kein einsamer und funktioniert auch nicht ausschließlich alleine.

Es gibt viele Gemeinschaften, manche mehr verbindlich, wie z.B. Orden, Klöster oder Kommunitäten, die konfessionell sind oder konfessionsübergreifend, diese können nicht alle hier dargestellt werden.
Neben den bekannten Kommunitäten z.B. Taizé, Michaelsbruderschaft, iona-community oder auch VIA CORDIS gibt es auch kleine Gemeinschaften wie Hauskreise, Betgruppen, Lebenswortgruppen, etc.

Der buddhistische Zen-Meister Thich Nhat Hanh schrieb einmal (sinngemäß): “Du kannst überall Mönch sein, auch im Puff. Aber besser ist es, du bist es im Kloster.”

Egal, für welche Gruppe Sie sich oder Du Dich entscheidest, egal, welche Gruppe Sie oder Du gründest – wichtig ist bei allen Gruppen der gegenseitige Respekt vor dem Lebens- und Glaubensweg des /der anderen. Auseinandersetzung – ja. Anderen zu sagen, dass dies oder das der einzige Weg ist – nein danke. (siehe auch: spiritueller Missbrauch)

Aber es gibt nicht nur die Möglichkeit des Redens – ich kann auch Gott näherkommen bzw. meinen Weg zu Gott finden durch gemeinschaftlichen Tanzen, Musik, Singen, Einkehrtagen, Meditieren, essen,  etc.
“Wenn zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, bin ich mitten unter ihnen.” spricht Jesus (Matthäus18,20)

Hirten Gemälde 1834 von Friedrich Oliver

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: “Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.” Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: “Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.” Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
(Lukasevangelium 2. Kapitel)