Meditation

Meditation

Ein Zen-Meister wurde von einem Kind gefragt:
Ist Meditation schwer?

Der Zen-Meister antwortete:
Kannst Du lächeln? Siehst Du, so leicht ist  Meditation!

Ja, Kinder können das noch … und für uns geht der Übungsweg ähnlich wie bei den Kindern: nämlich einfach üben …
sich nicht verurteilen, wenn man hinfällst, sondern aufstehen und weiterlaufen.
Meditation in unterschiedlichsten Formen kann ein Weg sein, ins Dasein, in die “purer Präsenz” (Richard Rohr), ins “Hier und Jetzt” zu kommen. Meditation ist ein Weg, zu sich selber und zum Göttlichen in sich zu kommen, sich selbst und “es” wahrzunehmen.
Um das Leben wieder zu lieben, um in Verbindung mit Gott bleiben zu können, um gesund zu bleiben, um uns weiter zu entwickeln. Ob durch Meditation im Tanzen oder im Sitzen, im Gehen oder in Kombination mit Bewegung, im Tönen oder Mantra-Sprechen, oder beim Kartoffelschälen und Fahrradfahren, mit Hilfe von inneren Bildern oder im Loslassen aller Worte und Gedanken – finden Sie heraus, was IHR Weg ist, um “einfach liebevoll da zu sein”.

Am häufigsten ist die “Sitzmeditation” verbreitet – Oder: “Sitzen in Stille”. Um dies zu tun, gibt es ein einfaches Rezept:

Nimm Dir eine feste Zeit, einen Raum (ruhig), schließe Störungen für diese Zeit aus. Setze Dich auf ein Bäncken, ein Sitzkissen, evtl. einen Stuhl. Achte darauf, dass deine Oberschenkel in einem stupmpfen Winkel zu deinem Körper sind. Richte Dich auf (nicht anlehnen!) und konzentriere Dich z.B. auf Deinen Atem, auf Dein Herzenswort, auf Deinen Körper. Stelle einen Wecker. Dehne die Zeit von anfangs 5 Minuten auf später 20 Minuten. Übe.
Die Buddhisten bezeichnen die Gedanken, die natürlich immer wieder auftauchen, und die man vorbeiziehen lassen soll wie die Wolken am Himmel, diese Gedanken bezeichnen sie als Affen. Und dieser Affe beschäftigt einen, das ist normal. Daher: Immer wieder zurückkehren zu dem, was Du tust. Und: ÜBEN.

Es gibt bestimmt in Ihrer Umgebung Meditationsgruppen oder Möglichkeiten, diese zu erlernnen.
Unserer Erfahrung nach ist es hilfreich, auch mit anderen zusammen zu meditieren.

Sich selber jeden Tag Zeit zu nehmen für sich um zu meditieren ist für uns ein wichtiges Ritual geworden. Es ist wie eine Verabredung mit sich selbst und eine Verabredung mit dem göttlichen Geheimnis.

Wer Interesse daran hat, die verschiedenen Meditationsformen zu erleren, wird genug Angebote finden.

Wir bieten in regelmäßigen Abständen Grund- oder Aufbaukurse in Meditation(-sbegleitung) an.

Kerze - Hilfe zur Meditation

Die Reise nach innen

Ich sitze hier vor Dir, Gott, aufrecht und entspannt mit geradem Rückgrat. Ich lasse mein Gewicht senkrecht durch meinen Körper hinuntersinken, auf den Boden, auf den ich sitze. Ich halte meinen Geist fest in meinem Körper. Ich widerstehe dem Drang, aus dem Fenster zu entweichen, um der Gegenwart zu entkommen. Sanft und fest halte ich meinen Geist dort, wo mein Körper ist: hier in diesem Raum. In diesem gegenwärtigen Augenblick, lasse ich alle meine Sorgen, Pläne und Ängste los. Ich lege sie jetzt in Deine Hände, Gott. Ich lockere den Griff, mit dem ich sie halte, und lasse sie Dir. Für den Augenblick überlasse ich sie Dir ganz. Ich warte auf Dich – erwartungsvoll. Du kommst auf mich zu und ich lasse mich von Dir tragen. Ich beginne die Reise nach innen. Ich reise in mich hinein, zum innersten Kern meines Seins, wo Du wohnst. An diesem tiefsten Punkt meines Wesens bist Du immer schon vor mir da, Schaffst und belebst, stärkst ohne Unterlass meine ganze Person.
(Stille)
Und nun öffne ich meine Augen, um Dich in der Welt der Dinge und Menschen zu schauen. Ich nehme die Verantwortung für die Zukunft wieder auf mich. Ich nehme meine Pläne, meine Sorgen, meine Ängste wieder auf. Ich ergreife aufs Neue den Pflug. Aber nun weiss ich, dass Deine Hand über der meinen liegt, und sie mit der meinen ergreifst. Mit neuer Kraft trete ich die Reise nach außen wieder an. Nicht mehr allein, sondern mit meinem Schöpfer zusammen.
(Dag Hamerskjöld (1905-1961), UN-Generalsekretär zugeschrieben)