009 Maria als Wegweiserin – WE Dez. 21 mit Giannina Wedde

“Mir geschehe nach Deinem Worte” – Maria als Wegweiserin zu tiefer, zeitgemäßer Spiritualität

Maria hat in der christlichen Heilsgeschichte einen ganz besonderen Platz. Wir begegnen ihr in vielen starken, faszinierenden Wortbildern und Bildnissen: etwa als Gottesgebärerin, Seelenretterin, Schmerzensmutter, als Jungfrau, Himmelskönigin, Milchspenderin, als Sitz der Weisheit, Wegführerin, schwarze Madonna, Ähren-kleidmadonna, als Meerstern, Rosa Mystica oder Knotenlöserin. In orthodoxer Spiritualität ist die Liebe zur “Theotokos” (Gottesgebärerin) tief verankert. Auch in der Glaubenspraxis vieler Katholiken hat Maria eine große Bedeutung. Marienwallfahrtsorte sind auch heute Anziehungspunkt für Millionen Pilger, Sinn- und Heilungssuchende. Zugleich wirkt marianische Frömmigkeit auf viele Menschen befremdlich unzeit-gemäß.
Welche Aspekte marianischer Spiritualität können wir heute für uns fruchtbar machen? Was ist die besondere Rolle Mariens als Wegweiserin zu spiritueller Entwicklung in unserer Zeit? Wie nähern wir uns der mystischen Dimension, die Maria als Urbild des empfänglichen Menschen unter ihrem Herzen trägt?
Wir tauchen ein in die Bilderwelten, in denen uns Maria begegnet. Und wir reisen mit dem Gebet Mariens, dem
“Magnificat” in Erfahrungsräume tiefer, zeitgemäßer Spiritualität. Mit Impulsvorträgen, gemeinsamen Beten & Singen, mystischen Reflexionen & Austausch.
Leitung: Giannina Wedde, Geisteswissenschaftlerin, Künstlerin, Autorin, Seminarleiterin, www.klanggebet.de

Termin: 10.-12. Dezember 2021
Ort: Haus Mariengrund, Nünningweg 133, 48161 Münster
Kosten: 220,00 Euro, incl. Unterkunft und Verpflegung, Ermäßigung möglich.

Anmeldung: Dagmar Spelsberg-Sühling, st-spiritualitaet@ekvw.de

Magnificat, der Lobgesang Mariens

aus: Bibel in gerechter Sprache, Lukasevangelium 1, 46-54

“Meine Seele lobt die Lebendige,
und mein Geist jubelt über Gott, die mich gerettet hat.
Sie hat auf die Erniedrigung ihrer Sklavin geschaut.
Seht, von nun an werden mich alle Generationen glücklich preisen,
denn Großes hat die göttliche Macht an mir getan
und heilig ist ihr Name.
Ihr Erbarmen schenkt sie von Generation zu Gereration denen,
die Ehrfurcht vor ihr haben.
Sie hat Gewaltiges bewirkt.
Mit ihrem Arm hat sie die auseinander getrieben,
die ihr Herz darauf gerichtet haben, sich über andere zu erheben.
Sie hat Mächtige von den Thronen gestürzt
und Erniedrigte erhöht.
Hungernde hat sie mit Gutem gefüllt und Reiche leer weggeschickt.
Sie hat sich Israels, ihres Kindes, angenommen
und sich an ihre Barmherzigkeit erinnert, wie sie es unseren Vorfahren zugesagt hatte,
Sara und Abraham und ihren Nachkommen für alle Zeit.”