Spiritualität in Therapie und Beratung

Neu – Fortbildungs- und Weiterbildungsangebot – neu

Fortbildung
Spiritualität in Therapie und Beratung
Die eigene Haltung und die Brücke zum Anderen

Eine Fortbildung für PsychotherapeutInnen, BeraterInnen,
HeilpraktikerInnen PT, ÄrztInnen und in der Pflege tätige Menschen.

Spiritualität gehört zum Leben, und in der Behandlung oder Begleitung nehmen wir uns des Lebens der PatientInnen bzw. KlientInnen an. Diese suchen nach Sinn, nach dem Warum und dem Wozu, gerade auch in Therapie und Beratung oder in
Krisensituationen, in denen sie sich befinden.
In dieser Fortbildung geht es darum, die eigene Kompetenz bzgl. dieses oft tabuisierten oder übergriffig behandelten Themas im Umgang mit Patienten und Klienten zu erhöhen. Sie lernen, das eigene Glaubenssystem und den eigenen spirituellen Weg wahrzunehmen. Sie lernen Brücken zum Anderen zu bauen, auf denen die PatientInnen/ KlientInnen ihren eigenen – vielleicht ganz anderen – Weg der Spiritualität gehen und damit eigene Ressourcen finden können.Die theoretischen Inhalte werden immer auch mit Selbsterfahrung und meditativen Übungen verbunden. Es finden sich Raum für eigene und allgemeine Fallbeispiele.

In 5 Modulen werden folgende Themen vermittelt:

  • Selbsterfahrung- und Selbstentwicklungsanteil durch das Angebot der Meditation und Achtsamkeitspraxis als religionsübergreifendes Prinzip, durch Phantasiereisen und Herzensgebet u.a.
  • spirituelles Entwicklungsmodell der integrale Spiritualität kennenlernen Phasen vom spirituellen Erleben.
  • spirituelle Anamnese und spirituelle Biographiearbeit
  • therapeutische Möglichkeiten heute aus dem christlichen Schatz der (seelsorglichen und therapeutischen) Erfahrungen
  • Religion / Spiritualität als Ressource und als krankmachender Faktor („Unterscheidung der Geister“)
  • Spirituelle Krisen, mystische Erfahrungen und Entwicklungsprozesse
  • Grenzverletzungen, spiritueller Missbrauch; professionelle Grenzen und Neutralität

Veranstalter: Arbeitskreis Spiritualität in Beratung, Therapie und Pflege im Westmünsterland,
Spirituelle Arbeit und Referat für Ev. Erwachsen- und Familienbildung im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken
Leitung: Dr.med. Esther Sühling, Psychotherapeutin in eigener Praxis (Verhaltenstherapie, Traumatherapie, Psychodrama, katathymes Bilderleben), Prädikantin, Begleiterin Geistlicher Übungen, Meditationsbegleiterin VIA CORDIS
und Dagmar Spelsberg – Sühling, Pfarrerin, Meditationslehrerin VIA CORDIS, Hypnotherapie
Kosten: 990 Euro incl. Getränke und Verpflegung, ohne Unterkunft, außer am letzten Wochenende in Haus Karneol, hier sind Einzelzimmer und Ayurveda-Verpflegung gebucht.
Orte: Am Rolevinckhof 17a, 48366 Laer,
Tagungshaus Karneol, Steinfurt
Termine:
17. – 18. Mai, Fr 17 – 21 Uhr, Sa 9.30 – 17.30 Uhr, Laer
5. – 6. Juli, Fr 17 – 21 Uhr, Sa 9.30 – 17.30 Uhr, Laer
20. – 21. Sept, Fr 17 – 21 Uhr, Sa 9.30 – 17.30 Uhr, Laer
8. – 9. Nov, Fr 17 – 21 Uhr, Sa 9.30 – 17.30 Uhr, Laer
10. – 12. Januar 2020, Fr 17 bis So 13.30 Uhr Steinfurt
Anmeldung und weitere Infos: Dr. med. Esther Sühling,
Tel. 02554-940977, email: info@praxis-suehling.de

Akkreditierung bei der Ärztekammer ist beantragt, ein Zertifikat wird ausgestellt.
Bitte frühzeitig anmelden, begrenzte Plätze


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Aus dem Posititionspapier der deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherpaie und Nervenheilkunde 2016“Grundannahmen

  • Religiosität und Spiritualität werden als anthropologische Universalien angesehen (Luckmann 2002; Meindl & Bucher 2015). Sie gehören zum Menschsein und sind im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung zu würdigen – unabhängig von einem möglichen Einfluss auf Gesundheitsoutcomes (Koenig 2008, 2012) oder auf die Effizienz therapeutischer Interventionen.
  • Religiosität und Spiritualität sind sowohl beim Patienten als auch beim Behandler identitätsbildend. Dies wird in existenziellen Krisen und Grenzsituationen besonders deutlich, aber auch in Momenten der Sinnerfülltheit und Lebensphasen existenzieller Indifferenz (Schnell 2016).
  • Religiosität und Spiritualität sind als persönliches Sinnsystem und kulturbildende Einflussfaktoren in der Psychotherapie wahrzunehmen und zu würdigen (Utsch et al. 2014). Aufgrund der Berufsethik sind Psychiater und Psychotherapeuten verpflichtet, ihre Patienten zu achten, unabhängig insbesondere von Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung, sozialer Stellung, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung.  “