Symposien

ich mit dir zu Gott ...

Symposien im ev. Kirchenkreis ST-COE-BOR

Seit 2012 finden im evangelischem Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken überregionale Symposien statt, die Menschen vernetzen, welche an der Verbindung von Spiritualität, Glauben und Wissenschaft Interesse haben, sie zum Austausch einladen und Anstöße für das eigene Leben geben.
Die Symposien im Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken entwickelten sich aus Gesprächen mit und Fragen von Menschen, denen ich, Dagmar Spelsberg-Sühling, im Rahmen meiner spirituellen Arbeit begegnete. Mit diesen Menschen, ihrem Fachwissen und anderen Fachleuten aus den Berufsfeldern Medizin, Therapie, Kirche und Religionen, alterative Heilkunst, Kunst und Musik, Pflege, Hospizarbeit, Schule etc. wollte ich die auftretenden Themen ausführlicher behandeln und anbieten.


6. Interdisziplinäres Symposium Teil 2:

5.-6. März 2021 – Thema: Wie entsteht eigentlich Zukunft?

entweder life in Steinfurt oder ONLINE –


Zukunft. Wir alle gestalten und werden gestaltet. Es scheint so zu sein, dass wir das erreichen, worauf wir schauen und unser Bewusstsein ausrichten, und was wir für möglich halten. Da stellt sich die Frage, was in uns überwiegt: Angst oder Vertrau-en? Abgrenzung oder Öffnung? Der Blick aufs Individuum oder der Blick aufs Kollektiv? Alte oder neu gefundene Glaubenssätze? Oder noch was ganz anderes, etwas ganz Neues? Mit spannenden interdisziplinären Vorträgen und Impulsen, Workshops, Podiumsdiskussionen, Meditation, Gesang, Konzert, begleitender Ausstellung, Büchertisch. Unter anderem mit:

Thomas Steininger, Philosoph, Publizist, Herausgeber des Evolve-Magazins:
Individuation und Transindividuation – Perspektiven einer neuen Wir-Kultur
Unsere Individuation ist eine der großen roten Linien unserer Kultur- und Bewusstseinsgeschichte. In meh-reren Jahrtausenden unserer Entwick-lungsgeschichte hat die Menschheit aus Gruppenbewusstsein früher Ge-sellschaften zum modernen und postmodernen Ich-Bewusstsein ge­funden, mit allem Licht aber auch dem Schatten des Hyperindividualismus den wir in der neoliberalen Gegenwart erleben. Daraus haben sich in den letzten Jahren Ansätze einer neuen Wir-Kultur entwickelt, oft voll Sehnsucht nach dem Vergangenen aber oft auch mit der Suche nach neuen Integrationsformen von gelebter Individualität und lebendigen Beziehungs-räumen – Beziehungsräume von Mensch zu Mensch, aber auch zwischen uns Kosmos und Natur. Diese Anfänge einer neuen Wir-Kultur, manche sprechen auch von Transindi-viduation sind auch Experimente einer neuen, integralen Bewusstseinskultur.

Stephan Hachtmann, Kontemplationslehrer, Visionär
Integrale Stationen einer transformativen Spiritualität des Herzens.
In einem rasant sich entfaltenden Feld institutionellen Versagens und globaler Verwerfungen, erahnen immer mehr Menschen und soziale Systeme, dass ein Wandel in der Luft liegt. Die Herausfor-derungen und hoch-komplexen Frage-stellungen sind existenzieller Natur und fordern das globale Bewusstsein als Ganzes heraus. Ob dieser Wandel in die Zerstörung oder in die Transformation des Bestehenden führt, erscheint im Moment völlig offen. Das Zerstörerische kommt laut und machtvoll daher, das heilsam Neue bewegt sich scheinbar still und im Verborgen. Zugleich meldet es sich immer kraftvoller und radikaler zu Wort und fordert den notwendigen Wandel ein.

Giannina Wedde, Geisteswissenschaftlerin, Künstlerin, Autorin.
Durch die Passionsbilder zu Verbundenheit und Zukunftsfreude.
In einer Zeit, in der die Kirchen Einfluss und Deutungshoheit einbüßen, schwindet auch die Wirkkraft der großen religiösen Erzählungen und Bilder. So lösen auch die Bilder der Kar- und Ostertage mit der ihnen innewohnenden Tragik und Gewalt bei vielen Menschen Befremden aus. Doch die Etappen der Passionsgeschichte lassen sich auch heute noch als mystische Erzählung lesen, die uns viel über menschliche Wirklichkeit und innere spirituelle Prozesse verrät. Wir begegnen darin der menschlichen Wunde der Trennung, der Endlichkeit und Verletzbarkeit, und blicken tief in den Abgrund von Verdrängung und Vermeidung. An der Schwelle zum österlichen Geheimnis wird deutlich: hier offenbaren sich Wege zu einer mündigen, zeitgemäßen Spiritualität, die die Wunde als Ort der Gotteserfahrung würdigen kann, und die nicht weniger will als Verwandlung und Befreiung zu einem schöpferischen, zukunftsfreudigen Leben.

u.v.a.


Veranstalter:
Spirituelle Arbeit im Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken

Kooperationspartner:
Wie wollen wir leben e.V. Steinfurt
Netzwerk Meditation in der EKvW
Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis St-Coe-Bor
Via Cordis e.V. Regionalgruppe Westfalen
gottimalltag.de


Damit sie noch einen Überblick über das ursprünglich geplante Programm von März 2020 haben, das wegen des 1. Lockdowns abgesagt werden musste, können Sie es hier einsehen.


Archiv: Alle Symposien von 2012 bis heute.

Dass uns ein Sanftes geschehe,

wenn uns der Himmel berührt.

Wenn uns der Himmel berührt

und seine atmende Nähe uns sanft,

uns sanft zum Hiersein verführt,

uns ganz zum Hiersein verführt.

Stefan Hachtmann nach Jean Gebser