Einträge von Esther Sühling

Loslassen oder dranbleiben?

Loslassen oder dranbleiben?
Manchmal klingt „Lass doch los“ wie ein spiritueller Rat – leicht, weise, befreiend.
Doch oft versteckt sich darin das alte „Fühl nicht!“
Das Schweigenmachen.
Das Kleinmachen.

In meinem Text geht es darum, warum echtes Fühlen nicht schwächt, sondern verbindet.
Warum Trauer, Wut und Schmerz heilige Räume sein können.
Und weshalb „Loslassen“ manchmal eher trennt als heilt – besonders dann, wenn es Leid unsichtbar macht und Unrecht unbenannt lässt.

Drei Sinnebenen

Manchmal verschiebt sich das Leben so plötzlich, dass eine vertraute Ebene wegbricht – ein Abschied, ein Verlust, ein Übergang.
Dann tauchen Fragen auf, die sich nicht wegschieben lassen: Was ist der Sinn? Wofür lebe ich jetzt weiter? Und genau dort beginnt die Suche, die ich nicht einfach lösen kann.

Meine Gedanken zum Pride Month

Im Juni spüre ich oft, wie sehr Freiheit ein empfindliches Gut bleibt. Der Pride Month erinnert daran, dass Menschen immer wieder um das Recht ringen müssen, einfach sie selbst zu sein — ohne Angst, ohne Rechtfertigung, ohne Abwehr. Und er stellt eine alte Frage neu in den Raum: Warum berührt uns das Fremde manchmal so stark, und warum fällt es uns schwer, es nicht abzuwehren, sondern zu beherbergen?

Zwischen mir und den anderen

Um im Gleichgewicht zwischen den anderen und uns bleiben zu können braucht es auch den rückzug, wie in einer Kiva – immer wieder, um uns über unseren Weg wieder klar zu werden. Die Synthese: Integration beider Seiten
„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Markus 12,31) – das ist keine Wahl zwischen zwei Optionen, es ist auch nicht: Erst das eine, dann das andere. Es bedeutet eine Integration beider Pole.

Perspektiven auf das Kreuz

Perspektiven auf das Kreuz – Warum Jesus’ letzte Worte uns etwas sagen
Die Evangelien erzählen nicht, was Jesus wirklich sagte – sondern was die Menschen brauchten.
– Markus und Matthäus betonen die Verlassenheit: Gott mein Gott, warum ahst du mich verlassen?
– Lukas berichtet Vergebung („Vater vergib Ihnen, denn Sie wissen nicht, was sie tun“)
– Johannes betont die Vollendung („Es ist vollbracht!“)
Welche Perspektive spricht dich an? Jetzt lesen – und entdecke, was die Worte am Kreuz für Dich bedeuten können

Sterben in Würde – Ja!

Sterben ist ein Teil des Lebens. Ich erzähle diese Geschichte, weil sie mich tief berührt hat – und weil ich sie erzählen darf. Ich habe gefragt – und ein freudiges, überraschtes Ja bekommen.  Sie ist heilig für mich.

Ein leiser Weg nach Haus: Entlass mich, Gott

Dieses Gedicht lässt eine Sehnsucht aufscheinen, die über das Erwartbare hinausgeht. Es öffnet einen Raum, in dem Sterben nicht nur Ende ist, sondern ein Weg, der sich löst und heimwärts führt. Für mich fügt dieses Gedicht den beiden anderen Texten eine weitere Perspektive hinzu – der Geschichte von Frau G. und dem Blick auf das […]